ausstellung im sos kinderdorf berlin-moabit

vom abendroth zum morgenlicht
ward mancher kopf zum greise.
wer glaubt’s? und meiner ward es nicht
auf dieser ganzen reise!

fotografische auszeit

zeit vergeht, und der sturm und drive kommt und kommt nicht zurück. nur manchmal ein kurzes helles blitzen, das mich ahnen lässt, es ist noch nicht aller saft aus dem tiefentladenen akku. meine fotografie steht derzeit still. besser, sie reift ein weilchen (auf der festplatte), als ich veröffentliche ohne grund.

theater und musikvideos von meinen beiden stücken warum??? und ruhig, mein webstuhl sind zu empfehlen.

ein bein stellen

lange bin ich fort gewesen und hab es nicht bemerkt. objektiv gesehen muss ich in einem halben jahr krank geschrieben etwas erlebt haben. da war etwas, das mir spaß gemacht hat.

da war was.
und jetzt?

gehen sie zurück auf los. ziehen sie nicht viertausend ein. mir geht es nicht mies. mir geht es standard. das ist schlimmer. seit letztem frühling letzten sagen die menschen „alles gut“, die berlinerinnen sagen schon „allet jut“. nichts ist gut. eine schäbige ausrede ist das „alles gut“ für probleme die da sind, die man aber nicht sehen will. eine methode ist es, einfach „alles gut“ zu sagen, um dem gegenüber zu signalisieren „lass mich in ruhe, dafür lass ich dich in ruhe.“ und so gehen wir wieder an einander vorbei und tun so als gäbs unsere gemeinsame vergangenheit nicht.

ich bin ratlos. bist du es?

ps: im märz habe ich das album nach übergestern veröffentlicht.

kein mond ist aufgegangen

seit dem sommer blicke ich wieder nach vorne, ja verspüre bisweilen freude, doch heftige gefühle überkommen mich immer wieder. dann sehe ich kein maß, kann nicht sagen ob das, was ich so sehr empfinde und beweine „nichts“ ist, oder vielleicht doch „etwas“. geht es dir manchmal auch so? mit allen neuen erkenntnissen wird mir bewusster wie sehr ich versage meine eigenen ideale zu leben. es gibt immer drei seiten der medaille. die rote, die blaue und die, von der man immer nur die vorderseite sehen kann, weil die hinterseite eben hinten ist. meine zweieurostücke sind launisch. mal kommen sie im schwarm, mal gehen sie freundlich, aber nie bleiben sie von dauer. ich bin kein sparer. ich mache auch keine schulden. so ist mein leben. eben war noch alles grün und plötzlich merke ich, dass eben eben schon wieder vorbei ist. blau geworden ist.

ps: richtig gesehen, das ist eine aufgehende sonne. falschfarbensonne um korrekt zu sein.

hallo weltraum!

lange habe ich im verborgenen geschlummert und wurde immer wieder hinausgeschoben. endlich bin ich runter von der eigentlich-liste. ich, der erste logbuch-eintrag an einem ort, wo offensichtliches verborgen bleiben wird und unscheinbares das denken coloriert.

dieses fotographie-logbuch sei nebel, der das denken aufklärt. ein blick ins detail um das große ganze zu vergessen. bisweilen begünstigt entschleunigt lesen und vehement konsumieren, der fotos und zeilen habhaft zu werden.

viel spaß!